Christoph Posch, Salzburg

Seminarreihe der Sektion Milchwirtschaft der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V.

Im Rahmen eines Online-Seminarabends gab Christoph Posch, Absolvent der Fachschule für Milchanalytik am LVFZ Triesdorf, den aktuellen Studierenden einen praxisnahen Einblick in seinen beruflichen Werdegang sowie in die vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Meisterabschluss.

Christoph Posch gab zunächst einen Einblick in seinen Einstieg in die Milchwirtschaft. Nach seiner Lehre zum Milchtechnologen – den Beruf „milchwirtschaftlicher Laborant" gibt es in Österreich nicht - begann er seine berufliche Tätigkeit in der Produktion der SalzburgMilch, wo er mehrere Jahre praktische Erfahrung in der Herstellung von Frischkäse und Topfen sammelte. Der anschließende Wechsel ins Labor sowie die Weiterbildung zum Milchwirtschaftlichen Labormeister an der Fachschule für Milchanalytik Triesdorf (Abschluss 2014) stellten für ihn einen entscheidenden Wendepunkt im Berufsleben dar.

Triesdorf sei für ihn nicht nur fachlich, sondern insbesondere auch persönlich ein bedeutendes Sprungbrett gewesen. Neben vertieften Kenntnissen in Analytik, Qualitätssicherung und Prozessverständnis habe ihn vor allem die Persönlichkeitsentwicklung während dieser Zeit geprägt und die Grundlage für weitere Karriereschritte geschaffen.

Nach dem Abschluss kehrte Posch zur SalzburgMilch zurück und entwickelte sich vom Laboranten weiter in leitende Funktionen als Laborleiter. In den folgenden Jahren verlagerte sich sein beruflicher Schwerpunkt zunehmend in Richtung Personal- und Organisationsentwicklung. Durch zusätzliche Ausbildungen zum systemischen Coach, diplomierten Lebens- und Sozialberater sowie in systemischer Supervision erkannte er, dass seine Stärken besonders im Zusammenspiel von Fachlichkeit, Kommunikation und der Entwicklung von Menschen und Organisationen liegen.

Heute ist Christoph Posch als Personalentwickler, Lehrlingsbeauftragter und Betriebsrat bei der SalzburgMilch tätig. In seinem Vortrag betonte er, dass gerade die Kombination aus fundierter milchwirtschaftlicher Ausbildung und systemischem HR-Know-how einen großen Mehrwert darstellt. Sie ermögliche es, Schulungs- und Entwicklungskonzepte mit einem ganzheitlichen Blick auf Produktion, Labor, QM/QS und gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf den beruflichen Möglichkeiten in österreichischen Molkereibetrieben. Posch stellte zentrale Rahmenbedingungen vor, verglich Kollektivverträge in Deutschland und Österreich und zeigte anhand konkreter Beispiele auf, wie sich Einstufungen, Gehälter und Entwicklungsperspektiven für Labormeister darstellen können. Besonders hob er hervor, dass viele Führungs- und Schlüsselpositionen nicht über klassische Stellenausschreibungen vergeben werden, sondern über Netzwerke wie der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (VET), interne Entwicklungen oder Initiativbewerbungen entstehen.

Sein zentraler Rat an die Studierenden lautete daher, sich frühzeitig mit potenziellen Arbeitgebern auseinanderzusetzen, Unternehmensgrößen und -kulturen zu reflektieren und den Mut zu haben, aktiv Kontakt aufzunehmen. Der Meisterabschluss eröffne viele Türen – entscheidend sei jedoch, das eigene „Warum“ zu kennen und den beruflichen Weg bewusst zu gestalten.

Der Vortrag bot den Studierenden nicht nur wertvolle fachliche Informationen, sondern auch eine ehrliche und motivierende Perspektive auf berufliche Entwicklungen jenseits klassischer Karrierepfade und verdeutlichte eindrucksvoll die Vielfalt an Möglichkeiten, die sich mit einer Fortbildung an der Fachschule für Milchanalytik eröffnen.

Foto: privat, Text: LVFZ

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