forum Triesdorf

Trotz Corona-Zeiten wird die Vortragsreihe „forum Triesdorf” fortgesetzt. Zwar nicht wie gewohnt in einem Hörsaal, sondern bis auf Weiteres werden diese Vorträge online angeboten. 

*** Die Vortragsreihe forum Triesdorf wird im Sommersemester 2021 ab 16. März 2021 fortgesetzt. ***

Seit vielen Jahren ist das forum Triesdorf eine etablierte Vortragsreihe der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Ursprünglich für Studierende gedacht ist das forum Triesdorf unter der Schirmherrschaft der VET ausgeweitet worden, indem alle Triesdorfer Einrichtungen Fachvorträge zu vielfältigen aktuellen Themen anbieten.

Die nächste/n Onlineveranstaltung/en (bitte jeweils einzeln anmelden):
16. März 2021
19.00 Uhr

Ist Bio/Öko ein Problemlöser in der Pflanzenproduktion?

Die heutige Gesellschaft sieht die konventionelle Landwirtschaft eher skeptisch und der Trend zu „Bio/Öko“ erhält breiten Beifall von Verbrauchern und Medien, allerdings oft ungeprüft und meist undifferenziert. Dabei wird oft übersehen, dass eine Reihe von Akteuren sich dieses Thema auch aus politischem oder wirtschaftlichem Kalkül zu eigen macht. Hierbei kommt ihnen der verbreitete Glaube der Bevölkerung, dass bei Landwirtschaft und Ernährung alles Natürliche automatisch gut sei, entgegen.
Es trifft sicherlich zu, dass die heutige Landwirtschaft nicht ausreichend nachhaltig ist und hinsichtlich Artenvielfalt und Umweltwirkung Probleme hat, die dringend angegangen werden müssen. Inwieweit der Ökolandbau hier geeignete Lösungsansätze bietet, soll auf der Basis von Fakten und wissenschaftlicher Erkenntnisse, beschränkt auf die Pflanzenproduktion, im Vortrag erörtert werden. Dabei geht es nicht um die Verteidigung der konventionellen Wirtschaftsweise, sondern darum, ob „Öko“ geeignet ist, einen substantiellen Beitrag zur Problemlösung zu leisten, und falls nicht, wohin wir unseren Blick wenden sollten. Letztlich ist es das Ziel des Vortrags, die Diskussion über den besten Weg der Landwirtschaft im Spannungsfeld Welternährung, Artenvielfalt, Klimawandel und Nahrungsmittelqualität aus einem kritischen Blickwinkel voranzubringen.

Referent  Prof. Dr. Herbert Ströbel,  Weidenbach

Anmeldung möglich bis 16. März, 12 Uhr - später eingehende Anmeldungen können eventuell nicht mehr berücksichtigt werden!

 


23. März 2021
19.00 Uhr

Bienengesundheit im Wandel der Zeit

Nicht nur für uns Menschen ist die Welt komplexer geworden, auch die Umwelt der Honigbienen hat sich in den vergangenen 50 Jahren stark verändert. Globalisierung, Klimawandel, neue Schädlinge, Krankheiten, die Intensivierung der Landwirtschaft, all das und noch viel mehr hat Auswirkung auf das Leben und die Gesundheit eines Honigbienenvolkes. Da sich die Honigbiene frei in ihrer Umwelt bewegt, hat der Imker nur begrenzt Einfluss auf einige dieser Faktoren. In diesem Vortrag werden verschiedene Faktoren, die Auswirkungen auf die Bienen haben, vorgestellt und aufgezeigt, wie einige von ihnen direkt und/oder indirekt zusammenhängen.

Referentin Dr. Nicole Höcherl, Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf

Anmeldung möglich bis 23. März, 12 Uhr - später eingehende Anmeldungen können eventuell nicht mehr berücksichtigt werden!


13. April 2021
19.00 Uhr

Spannungsfelder moderner Landwirtschaft zwischen Wahrnehmung, Wissenschaft und Wirtschaft

Gesundheitlicher Verbraucherschutz beinhaltet die Erforschung, Bewertung und Kommunikation von Risiken. In diesem Zusammenhang sind es nicht nur die Ergebnisse einer Risikobewertung selbst, die wichtig sind, sondern auch deren öffentliche Wahrnehmung. Häufig zeigt sich dabei eine Diskrepanz zwischen der Risikoabschätzung von Expertinnen und Experten und der Risikowahrnehmung in der Bevölkerung. Das, was gesamtgesellschaftlich als Risiko wahrgenommen wird, entspricht nicht immer dem, was aus naturwissenschaftlicher Sicht tatsächlich ein Risiko darstellt. Menschen überschätzen beispielsweise das gesundheitliche Risiko von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln, während Risiken durch Hygienemängel in der Küche unterschätzt werden. Aus naturwissenschaftlicher Sicht beschreibt ein Risiko die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadens, die maßgeblich vom Gefährdungspotenzial und der Exposition des Menschen abhängig ist. Die Bewertungskriterien von Expertinnen und Experten kontrastieren teilweise mit denen von Laien, die sich in ihrer Risikowahrnehmung eher an Parametern wie Bekanntheit des Risikos, Kontrollierbarkeit, Katastrophenpotenzial, Freiwilligkeit, Schrecklichkeit sowie Unmittelbarkeit orientieren. Gefühlte Risiken entstehen somit, weil Menschen die auf Mathematik und Statistik beruhenden Ergebnisse einer wissenschaftlichen Risikoabschätzung nicht oder falsch verstehen und/oder weil es offensichtlich nicht gelungen ist, sie klar, verständlich und trotzdem differenziert und eindeutig zu kommunizieren. Zugleich leben Menschen in der Illusion, dass bei entsprechendem technologischem und administrativem Aufwand wie beispielsweise umfangreiche staatliche Kontrollen im Lebensmittelbereich Risiken und damit Unsicherheiten vollständig beseitigt werden können. Gefühlte, also nicht wissenschaftlich begründete Risiken gehören zum gesellschaftlichen Leben und prägen das Verhalten der Menschen im Alltag. Eine offene und verständliche Risikokommunikation, welche die Position der Wissenschaft auf der einen und die Positionen der verschiedenen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Medien und Nichtregierungsorganisationen auf der anderen Seite in die Diskussion eines Risikos einbezieht, ist hierbei von zentraler Bedeutung.

Referent Dr. Mark Lohmann, Bundesinstitut für Risikobewertung
Fachgruppenleitung Risikosoziologie und Risiko-Nutzen-Beurteilung
Abteilung Risikokommunikation
Berlin

Anmeldung möglich bis 13. April, 12 Uhr - später eingehende Anmeldungen können eventuell nicht mehr berücksichtigt werden!


27. April 2021
19.00 Uhr

Milcherzeugung in Bayern - Perspektiven für konventionelle und Bio-Milch-Erzeuger

Milch im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft, Verbänden, Verbraucher, Molkereien, Lebensmittelindustrie und Lebensmitteleinzelhandel. Welche Zukunftsaussichten haben Milcherzeuger bzw. sind Entwicklungen am Milchmarkt noch abzuschätzen?

Referent Jürgen Geyer, Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB), Geschäftsstellenleiter Schwaben

Anmeldung möglich bis 27. April, 12 Uhr - später eingehende Anmeldungen können eventuell nicht mehr berücksichtigt werden!


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