Zahlreiche Ehrengäste feierten am 30.07.2026 an der Fachschule für Milchanalytik, Triesdorf, mit sichtlich erleichterten 13 jungen Damen und 2 Herren deren meisterliche Leistungen. Erschöpft, aber überglücklich nahmen sie ihre Urkunden und Zeugnisse entgegen. Diese deutschlandweit einzigartige Triesdorfer Fachschule bringt seit 1990 eine kleine, aber exzellente und gut vernetzte Schar an Leistungsträgern rund um die Milch- und Lebensmittelsicherheit hervor. Vorausgegangen waren umfangreiche Prüfungen am Ende dieser einjährigen Fortbildung, welche die frischgebackenen Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und Milchwirtschaftlichen Labormeister aus dem hohen Norden sowie dem Süden Deutschlands mit Bravour „gemeistert“ haben. Es mussten umfangreiche und wegen der Hitze zum Ende hin schweißtreibende Schulaufgaben, Kurzarbeiten, die praktische Unterweisungsprüfung, das 6-monatige Arbeitsprojekt, die betriebsbezogene Situationsanalyse, die Fallstudie, schriftliche und mündliche Prüfungen bestanden werden.
„Nach einem intensiven Jahr der Fortbildung haben Sie Ihr Ziel erreicht – Sie haben die Eintrittskarte zum mittleren Management Ihrer Betriebe bekommen“, begrüßte der Leiter des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums (LVFZ) Uwe Mohr die Absolventinnen und Absolventen. „Sie können zukünftig entscheiden, leiten und führen – müssen aber auch die damit verbundene Verantwortung übernehmen“, so sein Appell an die Laborprofis in Sachen Milch. Er bekräftigte sie: „Das nun bestehende Rüstzeug für Ihre zukünftige Karriere und Ihre sehr guten beruflichen Chancen in diesem zu 100 % systemrelevanten und wunderbaren Berufsfeld zu nutzen!“
Power durch Vernetzung am Standort Triesdorf
Ein Indikator für die starke Vernetzung des LVFZ für Milchanalytik mit den anderen Triesdorfer Institutionen waren die weiteren zahlreich erschienenen Ehrengäste. So fanden sich neben der Bayerischen Milchkönigin Julia Decker Stephan Sedlmayer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), und Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) und erster Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Vereins Frankens e. V. (MVF), auch Hans Böll, Mitglied der Vorstandschaft der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e. V. (VET), der Leiter der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf (LLA) Markus Heinz, der Dekan der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Prof. Dr. Wilhelm Pflanz und der Geschäftsführer des MVF Roland Jank in den Festsaal am LVFZ ein.
Nicht aus dem Triesdorfer Cluster kommend, aber das Netzwerk Milch erweiternd, beehrten der Geschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e. V. (LBM) Simon Gutensohn sowie der Prüfungsausschussvorsitzende Fritz Baumann die Festgesellschaft mit ihrer Anwesenheit.
Milchkönigin kehrt zu ihren Ausbildungswurzeln in Triesdorf zurück
Die Bayerische Milchkönigin, selbst ausgebildete Milchwirtschaftliche Laborantin bei der Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG in Wasserburg und damit mit Triesdorf stark verwurzelt, lobte in ihrem mit Erinnerungen an die Triesdorfer Zeit gespickten Grußwort das Engagement und Durchhaltevermögen der Prüflinge. Julia Decker betonte die Wichtigkeit des hochqualifizierten Führungskräftenachwuchses für die Milchbranche mit den Worten: „Sie leisten einen immens wichtigen Beitrag, dass Verbraucher den deutschen Milchprodukten absolut vertrauen können – Sie sind die Zukunft unserer Milchwirtschaft!“ Abschließend regte sie die frischgebackenen Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und Labormeister dazu an, „sich neben dem Fachwissen rund um die Milch auch die Freundschaften, das Netzwerk und die Erinnerungen an Eure großartigen Erlebnisse hier in Triesdorf zu erhalten!“
Grußworte zur Talentschmiede Triesdorf und Festvortrag Günther Felßner
„Heute feiern wir Menschen, die auf höchstem Niveau gelernt haben, Prozesssteuerung, Mikrobiologie sowie Hygiene- und Qualitätsmanagement so einzusetzen, dass jederzeit und selbstverständlich frische, qualitativ hochwertigste Milchprodukte im Regal verfügbar sind“, so der LfL-Präsident Stephan Sedlmayer. „Das LVFZ und die Fachschule für Milchanalytik sind weit mehr als ein Schulstandort, es ist eine Talentschmiede“, erinnerte er die Festgesellschaft an deren herausragende Stellung. „Wer hier seinen Milchwirtschaftlichen Labormeister und Bachelor Professional im Milchwirtschaftlichen Laborwesen macht, gehört künftig zu denjenigen, die Verantwortung für eine der wichtigsten Branchen Bayerns übernehmen.“ Er betonte die „Systemrelevanz“ des Milchwirtschaftlichen Labors und fügte abschließend hinzu: „Die Molkereibranche braucht Menschen wie Sie: bestens aus- und fortgebildet, neugierig, lösungsorientiert und bereit, neue Wege zu gehen. Vergessen Sie nie, worum es letztlich geht: um Lebensmittel, denen täglich Millionen Menschen Vertrauen schenken.“
Günther Felßner griff in seinem gewohnt mitreißenden Festvortrag immer wieder eine seiner Kernaussagen „Zukunft säen, Vertrauen ernten!“ auf. „Ohne Saat gibt es keine Ernte, heute ist aber Ihr Erntetag“, gratulierte der Präsident des BBV und erste Vorsitzende des MVF zur hart erkämpften obersten Stufe in der beruflichen Bildung. „Triesdorf und die Fachschule für Milchanalytik sind ein Ort, an dem Praxis und Bildung zusammenkommen und aus motivierten Menschen hochqualifizierte Gestalter der künftigen Milchwirtschaft werden!“ Um auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Druck optimal reagieren zu können, „braucht die Milchwirtschaft Sie, um verlässliche Produkte von höchster Qualität und damit ihr hohes Image zu sichern!“ Mit Nachdruck wies er die Festgesellschaft auf die zentrale Rolle der Ernährungsindustrie hin: „Fragen zu den vier entscheidenden Zukunftsaspekten Ernährungssicherung, regenerative Energien, grüne Kohlenstoff-Quellen und Ressourcenschutz müssen von ihr beantwortet werden können.“ Günther Felßner begann damit seinen letzten Punkt, „den Anspruch zu haben, das weltweit beste Aus-, Weiter- und Fortbildungslabor hier in Triesdorf verortet zu haben.“ „Der Laborneubau hier in Triesdorf ist Teil dieses Zukunftsvertrages“, unterstrich er die Bedeutung des Leuchtturmprojektes Laborneubau mit aller Vehemenz. Sein Schlussappell richtete sich nochmal explizit an die frischgebackenen Laborprofis: „Wir brauchen Sie als lösungsorientierte Fachleute, feiern Sie Ihre Ernte und ergreifen Sie die Chance, durch Ihr Tun immer wieder neue Saat für unsere starke, vertrauenswürdige und zu 100 % systemrelevante Milchwirtschaft auszubringen!“
Hans Böll setzte in seinem Grußwort als Vertreter des VET auf „Impulse der Gemeinschaft“. „Nicht nur an den äußeren Zeichen, unseren Jacken“, begann er augenzwinkernd, „sondern auch an der Vielzahl an Freundschaften, an unserem weltweiten Netzwerk erkennt man uns.“ Mit „einmal Triesdorfer, immer Triesdorfer“ unterstrich er nachdrücklich „diese Triesdorfer Gemeinschaft“.
Ehrung der Besten
Die überglückliche Beste war Anna Angelina Wenzel – sie durfte sich neben der Auszeichnung für die Meisterprüfung auch über das beste Wirtschafterzeugnis freuen. Für ihre Traumnoten mit 1,1 respektive 1,0 erhielt sie Anerkennung von Roland Jank (MVF) sowie der Bauer-Gruppe. Letztere überreichte Dr. Thomas Kaltenecker (LVFZ) in Form eines Förderpreises über 1.000 € stellvertretend für Sabine Wieland, Leitung Personal, und Josef Antretter, Werksleiter, der Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG in Wasserburg. Als Zweitbeste wurde Lara Jadwiczek mit einem Gutschein für das Wochenende der jungen Fachleute durch den Geschäftsführer des LBM, Simon Gutensohn, ausgezeichnet. Lilian Isabell Böhme erhielt einen Seminargutschein der muva kempten GmbH für das beste Arbeitsprojekt durch den Prüfungsausschussvorsitzenden Fritz Baumann.
Persönlicher Abschied der Studierenden
Die Klassensprecherinnen Rebecca Hofmann und Jessica Sommer begannen ihre launige Rede mit einer pointierten Charakterisierung ihrer Mitstudierenden und einer Zusammenfassung, was man auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss alles so benötigt. „Neben Durchhaltevermögen, Laborkittel, Schutzbrille und Textmarker, brauchten wir vor allem uns und unsere Familien, Freunde, Betriebe sowie Lehrer, die den Glauben an uns nie verloren haben.“ Sie hoben die Verbundenheit untereinander, mit der Fachschule sowie mit den Betrieben als große Milchfamilie hervor. Spürbar wurde dies nicht zuletzt in einer musikalisch umrahmten Fotopräsentation, mit der die Absolventen Highlights des Schuljahres Revue passieren ließen.
Würdigung des Engagements im Prüfungsausschuss
Als letzter feierlicher Akt vor der wohlverdienten Erfrischung am Buffet stand die Verabschiedung einer langjährigen und verdienten Prüferin auf dem Programm. Andrea Kuhn wurde von Uwe Mohr für ihre äußerst engagierte, stets zuverlässige Mitgliedschaft in den beiden Prüfungsausschüssen der Milchanalytik geehrt. „Herzlichen Dank, dass Sie so viel Zeit und Herzblut für dieses Ehrenamt im Sinne des Milchwirtschaftlichen Berufsnachwuchses eingesetzt haben“, so seine Laudatio.
Text und Fotos: LVFZ






Triesdorfer Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten starten nach einer exzellenten Ausbildung ins Berufsleben

Sichtlich erleichterte Absolventinnen und Absolventen der diesjährigen Sommerprüfung strahlten am 17. Juli mit der Sonne um die Wette. Nach einer qualitativ hochwertigen Ausbildung in den Betrieben, der Berufsschule und an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) in Triesdorf,
konnten 37 Damen sowie 3 Herren feierlich ins Berufsleben verabschiedet werden.
Sie hatten den fünfwöchigen Überbetrieblichen Ausbildungskurs bei größter Hitze und einigen damit verbundenen Unwegsamkeiten sowie eine kräftezehrende und nervenaufreibende Prüfungswoche bewältigt. Die vergangenen Lehrjahre waren gefüllt mit anspruchsvollen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten rund um die chemische, physikalische, mikrobiologische und sensorische Qualität von Milch und Milchprodukten. Eine Zeit voller Lernen, praktischer Erfahrungen, Übungen und Prüfungen liegt nun hinter den Milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Milchwirtschaftlichen Laboranten (MiLa) aus nahezu ganz Bayern sowie Südtirol.
„Sie haben all diese Herausforderungen gemeistert“, würdigte der LVFZ-Leiter Uwe Mohr die frisch gekürten Fachkräfte im Milchwirtschaftlichen Labor. „Heute stehen Sie im Mittelpunkt – und das vollkommen verdient. Sie haben gezeigt, dass Sie nicht nur über Fachwissen, sondern auch über die nötige Handlungskompetenz in diesem zu 100 % systemrelevanten Beruf verfügen – und das alles mit einem hervorragenden Gesamt-Notendurchschnitt von 2,56.“ Augenzwinkernd fügte er hinzu: „scheinbar haben wir hier am LVFZ neue Lernförderer entdeckt – große Hitze, hohe Belegungsdichte im Klassenzimmer wie im Internat, eine hohe Arbeits- und Lernbelastung sowie viele kleine „Viecherln“ rund um unsere Eichen trugen wohl zu diesem überdurchschnittlich guten Endergebnis bei.“
Laudatoren loben Laboranten
Neben Günther Felßner, 1. Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Vereins Franken e.V. (MVF) und Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), gratulierten unter anderem Friedrich Weinmann, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, sowie der zweite Bürgermeister der Gemeinde Weidenbach-Triesdorf, Ralf Schmidt. Sebastian Buechler vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Ansbach-Triesdorf, Prof. Dr. Bernhard Göbel von der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (VET) und Simon Gutensohn, Geschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e.V. (LBM), schlossen sich diesen Grußworten an.
Günther Felßner eröffnete seine Grußworte mit einer herzlichen Gratulation und erinnerte die Absolventen an das Glück, das sie hatten. „Nicht das Glück, in der Prüfung, da war es Ihre eigene Kompetenz. Nein, Sie hatten Glück bei der Wahl des Ausbildungsberufes in dieser Zukunftsbranche!“ Mit Nachdruck wies er die Festgesellschaft auf die zentrale Rolle des LVFZ Triesdorf hin: „Wir haben hier den Anspruch, die weltweit beste Ausbildung von Milchwirtschaftlichen Laboranten verortet zu haben!“ „Wir wollen mit Euch Nachwuchskräften beste Produkte, beste Qualität, besten Genuss auf den Markt bringen!“ Mit „wir wissen Euch und Eure Betriebe an unserer Seite“, verwies er auf die Zukunft der Landwirtschaft im Allgemeinen sowie deren Unterstützung durch die bayerischen milchverarbeitenden Betriebe und die Dienstleistungslabore in diesem Sektor.
Ralf Schmidt als zweiter Bürgermeister der Gemeinde Weidenbach-Triesdorf wünschte den Absolventinnen und Absolventen im Anschluss „nicht nur stets richtige Ergebnisse im Labor, sondern auch im Privatleben.“ „Wer MiLa hört, dem fällt meist nur Rohmilch oder Landwirtschaft ein“, so sein Geständnis. Nun verbinde er aber mit diesem Beruf „hochqualifizierte Laborarbeit, Präzision und immense Verantwortung für sichere, sensorisch ansprechende Produkte.“
Sebastian Buechler erheiterte die Gemüter mit seiner „brandneuen“ Laudatio. Er hatte sich die Mühe gemacht und die überwiegend 3-jährige Ausbildungszeit in „90.806.400 Sekunden, 1.513.440 Minuten, 25.224 Stunden und 1051 Tage“ aufgedröselt. Hierfür erntete er viele Lacher, aber auch so manches Tränchen seitens der frischgebackenen MiLa. Viele Emotionen konnte er so beispielsweise mit seinem Appell hervorrufen: „Behaltet die Triesdorf-Zeit mit ca. 6.480 Stunden in guter Erinnerung, es wird eine besondere Zeit in eurem Leben bleiben!“ „Aber Abschiede gehören auch zum Leben und das ist zum Glück ein freudiger Abschied“, so sein Abschluss.
Ehrung für traumhafte Leistungen
Im Folgenden überreichten Friedrich Weinmann, Dr. Almut Schöne-Pfann (stv. Prüfungsausschussvorsitzende, LVFZ) und Sebastian Buechler die Prüfungsurkunden und Berufsschulzeugnisse an alle frischgebackenen Milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Laboranten.

Als beste Absolventin mit der Traumnote 1,29 nahm Magdalena Weidinger (Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH, Cham) den Förderpreis der muva kempten GmbH entgegen. Dieser beinhaltet einen Gutschein für ein frei wählbares Fortbildungs-Seminar am Kemptener Labor- und Dienstleistungszentrum. „Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Leidenschaft für diesen tollen Beruf!“ so das Resümee der Preisgeberin Manuela Wilhelm, Ausbildungsleiterin an der muva kempten GmbH.
Weitere Auszeichnungen erhielt der Prüfungszweitbeste Korbinian Stumpf (Zott SE & Co. KG, Mertingen) durch Simon Gutensohn vom LBM. Leonie Stiebe (muva kempten GmbH) wurde als Prüfungsdrittbeste durch Roland Jank vom MVF geehrt.
Zu Recht verlassen die frischgebackenen Fachkräfte Triesdorf als stolze Repräsentanten dieses Standorts und ihres einzigartigen, zu 100 % systemrelevanten Berufes, wie es auch Klassensprecherin Romy Breu in ihrer Abschlussrede betonte. Ihren Stolz über das Erreichte fasste sie mit „Wir haben etwas erreicht, was uns keiner mehr nehmen kann!“ zusammen. Das Team des LVFZ Triesdorf verabschiedet seine Absolventinnen und Absolventen mit den besten Wünschen in die weite Welt, wo sie von der großen Familie der Bayerischen und Südtiroler Milchwirtschaft erwartet und willkommen geheißen werden.
Text und Foto: LVFZ
Von Anton Paar Germany für die analytische Aus- und Fortbildung in der Milchwirtschaft
Der Leiter des LVFZ Uwe Mohr und sein Mitarbeiter Ulrich Wellhöfer konnten oben genanntes Gerät im Rahmen eines Seminars der Firma Anton Paar Germany in Triesdorf entgegennehmen.

Das Gerät wird künftig sowohl in den physikalischen Praktika der überbetrieblichen Ausbildung zur milchwirtschaftlichen Laborantin als auch in der Fachschule für Milchanalytik eingesetzt. Gemessen werden im Rahmen der Praktika der Brechungsindex von Ölen und Butterfett, der Zuckergehalt von Fruchtzubereitungen und die Trockenmasse von Molke.
Im Gegensatz zum bisher eingesetzten Gerät ermöglicht das digitale Refraktometer einfache Checks und Justierungen, benutzerfreundliche Messungen mit höherer Genauigkeit sowie eine vollständige Dokumentation der Ergebnisse.
𝗜𝗻𝗳𝗼𝘀 𝘇𝘂𝗺 𝗚𝗲𝗿ä𝘁: https://www.anton-paar.com/de-de/produkte/details/abbemat-essential/
Das LVFZ Triesdorf bedankt sich ganz herzlich für diese Gerätespende.
Text und Foto: LVFZ
Trotz extremer Hitze lockte der Johannitag 2026 den Deutschen Landwirtschaftsminister Alois Rainer sowie eine Vielzahl von ca. 20.000 großen und kleinen Gästen nach Triesdorf. Das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) bereitete sich wieder besonders intensiv auf den großen Tag vor. Galt es doch auch dieses Jahr das Leuchtturmprojekt Laborneubau und unsere zukunftsträchtige sowie systemrelevante Aus- und Fortbildung rund um die Milchanalytik der prominenten Gästeschar wie der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Ein eigens hierfür erstelltes Banner war so willkommener Hintergrund für eine Fotosession der hochkarätigen Delegation aus Politik und Wirtschaft rund um den Deutschen Landwirtschaftsminister Alois Rainer, den Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes Günther Felßner und der frischgekürten Bayerischen Milchkönigin Julia Decker.
Der Milchwirtschaftliche Verein Franken e.V. projektiert zusammen mit dem Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik Triesdorf einen Laborneubau. Geplant ist ein vierstöckiges Leuchtturmprojekt für die Überbetriebliche Aus-, die Fort- und Weiterbildung: modernste Labor- und Lernräume inkl. Verwaltung und praxisnaher Geräteausstattung zur milchwirtschaftlichen Analytik auf ca. 3.000 m2. Mit dem Neubau des Labors soll die Aus- und Fortbildung im Beruf des Milchwirtschaftlichen Laboranten und Laborantin (MiLa) am Standort Triesdorf und für ganz Bayern gestärkt und zukunftsfest ausgerichtet werden. Die Planungen sind bereits weit fortgeschritten.


Mit verschiedenen Attraktionen aus der Aus- und Fortbildung sollte dieser Neubau und unser Beruf auch der breiten Öffentlichkeit publik gemacht werden. Die Labor-Mitmachaktion für Groß und Klein im Außenbereich des LVFZ sowie Führungen mit „Live-Käsen und -Buttern“, Sensorikproben verschiedenster Käse sowie Analytik zur Butterqualität lockten zahlreiche kleine und große Besucher an. Diese zeigten sich von den praktischen Vorführungen zur Herstellung und Untersuchung von Milchprodukten sehr beeindruckt, wie an den folgenden Bildern unschwer zu erkennen ist. Bereitwillig erklärten die Mitarbeiter auch Chancen und Anforderungen der spannenden Aus- und Fortbildung im Milchwirtschaftlichen Laborbereich, mit der der Berufsnachwuchs bestens auf die spätere Tätigkeit in den Molkereibetrieben vorbereitet wird.
Ergänzt wurde das Programm durch einen Stand des ebenfalls an der LfL angesiedelten Institutes für Qualität in der Ernährungswirtschaft mit den Arbeitsgruppen „Vermarktungsnormen für Obst und Gemüse“ und „Geprüfte Qualität Bayern“. Knackiges Snackgemüse und Kirschen gepaart mit Informationen rund um das Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramm des Freistaats Bayern luden vor Ort zu einer schattigen Verweilpause ein.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Molkereien, die das LVFZ mit Sachspenden für den Johannitag unterstützt haben.
Text und Foto: LVFZ
Partner der Ausbildung im Milchwirtschaftlichen Laborwesen intensivieren Zusammenarbeit
Anlässlich einer Ausbildertagung am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum (LVFZ) für Milchanalytik in Triesdorf ergab sich die Möglichkeit für intensiven Austausch zwischen den Ausbilderinnen und Ausbildern der Molkereien bzw. Dienstleistungslabore und den Mitarbeitern des LVFZ. Unserer gemeinsamen Aufgabe, Nachwuchsfachkräfte zu Milchwirtschaftlichen Laboranten auszubilden, geben wir dabei viel Raum und bekommen als zuständige Stelle neuen Input von den Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben. Daraufhin wurde die herzliche Einladung der Weißenhorner Milch Manufaktur ausgesprochen, den zum Jermi Käsewerk gehörigen Betrieb zu besuchen und unter anderem die Produktionsabläufe kennenzulernen. Diesem Ruf sind wir, Linda Sartorius und Bärbel Walther als LVFZ-Lehrkräfte und Praktikumsleiter, am 12. Juni 2026 gerne gefolgt!
Die Weißenhorner Milch Manufaktur ist ein traditionsbewusstes und ökologisch ausgerichtetes Unternehmen, das sich auf die Herstellung verschiedener Frischkäsevarianten, Frischecremes, Desserts, Mascarpone sowie einer Auswahl an veganen Aufstrichen spezialisiert hat. Während des Besuchs erhielten wir umfassende Einblicke in die Produktionsanlagen, die Produktentwicklung, das Lager sowie das Betriebslabor.
Besonders hervorzuheben ist die Offenheit und Gastfreundschaft des gesamten Teams. Wir wurden herzlich von Medina Ramanaj (Teamleitung Labor) und Klaus Schmid (Produktionsleiter) empfangen. Beide nahmen sich viel Zeit, beantworteten unsere Fragen ausführlich und vermittelten die Arbeitsabläufe mit großer Begeisterung und Fachkompetenz. Auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz: bei einer gemeinsamen Verkostung und in angenehmer Gesprächsatmosphäre konnten zahlreiche Themen rund um Ausbildung, Praxis und Zusammenarbeit vertieft werden.
Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch mit den Ausbildungsbetrieben ist. Ein besseres Verständnis der jeweiligen Arbeitsumgebungen schafft die Grundlage für eine noch engere Zusammenarbeit und trägt dazu bei, den Auszubildenden eine qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen.
Wir bedanken uns herzlich bei der Weißenhorner Milch Manufaktur für die freundliche Aufnahme, die spannenden Einblicke und die angenehmen Gespräche!



Text und Fotos: LVFZ
6 Betriebe in 3 Tagen – so lautete das straffe Programm der diesjährigen Exkursion der angehenden Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und -meister. Von 19. bis 21. Mai 2026 erkundeten die 14 Studierenden in Begleitung ihrer Lehrkraft Dr. Almut Schöne-Pfann und Referendarin Susanne Reisnecker ausgewählte Molkereien und Lebensmittelbetriebe im bayerischen Süden.
Blick über den Tellerrand
Natürlich lag hierbei der Fokus auf milchverarbeitenden Unternehmen – doch nicht nur: den Anfang unserer Rundtour machte der Nudelhersteller Bernbacher in Hohenbrunn südöstlich von München. Dort erhielten wir einen umfassenden Einblick in die moderne Herstellung von Teigwaren. Die Führung durch die komplette Produktionskette, einschließlich beeindruckendem Hochregallager, übernahm Tobias Willmann, Geschäftsführer des Familienunternehmens in fünfter Generation.
Produktion live
Laborleiterin Christine Gruber hieß uns bei der Alpenhain Käsespezialitäten GmbH in Lehen/Pfaffing willkommen, ein Betrieb, der u. a. für seinen Back-Camembert bekannt ist. Den Weg des Käses konnten wir in der Produktion live im Koagulator bewundern . Begeisterung löste auch das hervorragend ausgestattete Labor aus, in dem eine große Bandbreite an Referenz- und Geräteanalysen durchgeführt werden können.
Am nächsten Tag besuchten wir zunächst die Privatmolkerei Bauer in Wasserburg am Inn. Bei der Werksführung war die vollautomatisierte, robotergestützte Verpackung von Kinderjoghurt im Quetschbeutel ein Highlight. Labormeisterin Jennifer Menzel, die insbesondere für HACCP und Zertifizierungen zuständig ist, führte durch das Labor und erklärte spezielle Verfahren für den Nachweis von Mikroorganismen.
Unser nächstes Ziel waren die Milchwerke Jäger in Haag, einem europaweit bedeutender Mozzarella-Hersteller. Christian Oppenrieder führte uns durch die Produktion. Wir waren beeindruckt, wie sich bei geringem Platzangebot moderne Linien, eine große Produktvielfalt und effiziente Abläufe durch kreative Lösungen realisieren lassen. Den Abschluss der Führung machte der moderne und sehr gut strukturierte Labortrakt, den sich einige unserer Laborprofis auch für den eigenen Betrieb wünschen würden.
Ein Kontrastprogramm zur hochautomatisierten Produktion in den Molkereien erwartete uns am nächsten Morgen in der Confiserie Dengel in Rott am Inn: Dort werden seit über 30 Jahren Schokolade, Pralinen und Trüffel größtenteils in Handarbeit hergestellt und individuell verziert.
Abschließend wurden wir in der Molkerei Weihenstephan in Freising von Hannah Schartl, Absolventin des Labormeister-Jahrgangs 2024/25, sehr herzlich empfangen. Wir besichtigten das Werksgelände, wo die historische Bausubstanz des alten Schlüterhofes sehr gelungen mit moderner Industriearchitektur verbunden wurde. Uns beeindruckte besonders die moderne H-Milch-Linie und die Butterungsmaschine mit der charakteristischen Prägung auf den Butterstücken.
Erfolg durch Spezialisierung
Gerade die Vielfalt der besichtigten Betriebe hat uns gezeigt, dass es kein Patentrezept für ein erfolgreiches Unternehmen in der Milch- und Lebensmittelindustrie gibt. Unterschiedliche Betriebe spezialisieren sich auf verschiedene Produkte, verfolgen eine einzigartige Unternehmensphilosophie und -strategie und kämpfen mit unterschiedlichen standortbedingten Schwierigkeiten. Dennoch ist jeder auf seine Weise erfolgreich. Diese Erkenntnis ist neben den vielen Leckereien und Erinnerungen das wertvollste Mitbringsel der Labormeisterinnen und Labormeistern von ihrer Exkursion.
Wir sagen Dankeschön!
Ohne Unterstützung ist eine derartige Fachexkursion nicht möglich. Darum geht unser herzlicher Dank an:
Weiterhin bedanken wir uns für die herzliche und offene Aufnahme in den Molkereibetrieben, die keine Fragen unbeantwortet ließen!



Text und Fotos: LVFZ
Gemeinsamer Technologie-Tag Milch der Fachschule für Milchanalytik Triesdorf und des Studiengangs Lebensmittelmanagement der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)
Zum dritten Mal veranstalteten die Fachschule für Milchanalytik Triesdorf und der Studiengang Lebensmittelmanagement der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) einen gemeinsamen Technologie-Tag Milch am 16. April 2026. Schauplatz war das Technikum des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums für Milchanalytik (LVFZ) Triesdorf, das zur Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gehört. Der Praxistag ist in das Modul Handwerkliche Herstellung von Lebensmittel aus Milch und Fleisch im Studiengang Lebensmittelmanagement der HSWT eingebettet.

Studierende der HSWT und der Fachschule arbeiteten in gemischten Teams. Der interdisziplinäre Austausch fördert das Verständnis für unterschiedliche Perspektiven – von der wissenschaftlichen Analyse bis zur praktischen Umsetzung. Auch das Betreuungsteam (Bild) setzte sich aus Lehrpersonal von LVFZ und HSWT und Lehrbeauftragten wie Martin Stigloher (Produktentwickler bei der Molkerei Zott) zusammen.
Die praktischen Aufgaben reichten von der Herstellung von Frischkäse und Pudding bis hin zur Trocknung von Gewürzkräutern. Begleitend führten die Teilnehmenden Analysen der Ausgangsprodukte, der Veränderungen während der Verarbeitung sowie der fertigen Endprodukte durch. Zum Einsatz kamen unter anderem pH- und Temperaturmessungen, aw- und Trockensubstanzbestimmungen, Colorimetrie, Viskosimetrie und Bestimmung von Größenverteilungen und Schüttgewichten nach ISO-Norm.
Der Technologietag zeigte eindrucksvoll, wie praxisnahe Ausbildung und wissenschaftliche Methoden ineinandergreifen – und wie wertvoll der Austausch zwischen Fachschule und Hochschule für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte der Milchwirtschaft ist.
Text: Julia Helfert (HSWT) u. Dr. Thomas Kaltenecker (LVFZ)
Foto: Lea Bidinger (Studierende Fachschule)
Bereit für den milky way, Boys? - das war wieder das Motto des Boys´Day am 23. April 2026 im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) in Triesdorf.
Die 10 jungen Entdecker in Sachen milchwirtschaftliche Laboranalytik wurden von unseren Laborprofis in die Highlights rund um die Chemie, Physik und Mikrobiologie von Milch und Milchprodukten eingeweiht.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den LVFZ-Leiter Uwe Mohr sowie einem Film über den systemrelevanten Beruf des Milchwirtschaftlichen Laboranten strömten die Boys in Kleingruppen in das chemische, physikalische und mikrobiologische Ausbildungslabor.
Bei ausgewählten praktischen Versuchen und Untersuchungen durften die Boys selbst Hand anlegen und erkannten bei den einzelnen Challenges schnell: Labor ist nicht nur was für Mädels. Vom Mikroskopieren einiger Milchsäurebakterien über die fachgerechte physikalische Prüfung der Qualität von Schlagsahne und der Streichfähigkeit von Butter bis hin zur bunten Welt der Farbindikatoren und dem fachgerechten Umgang mit diffizilen Glasgeräten wie einer Bürette oder einem Howorka-Ball – von jedem Bereich war etwas Spannendes und ganz bestimmt Unbekanntes dabei. So haben die Boys auch kennengelernt, was Futter für die Keime in der Mikrobiologie bedeutet, wie mit einem diffizilen Glasgerät wie einer Bürette fachgerecht in der Chemie umzugehen ist und warum das physikalische Labor auch mal den pH-Wert von Zitronensaft oder Cola misst.
In der abschließenden Feedbackrunde kam vor allem die Überraschung der Teilnehmer zum Ausdruck, wie vielfältig die zur Sicherung der Produktqualität nötigen Untersuchungen bei Lebensmitteln sein können. Und natürlich auch, wie viel Spaß diese Analysen rund um diesen Ausbildungsberuf bereiten können!

Von den Teilnehmern und unserem Team hieß es daher: Daumen hoch für den gelungenen Tag und unseren Ausbildungsberuf – und wir hoffen auf ein Wiedersehen mit dem einen oder anderen jungen Herren.


Text und Fotos: LVFZ
Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten (MiLa) passieren mit Traumnoten einen Meilenstein auf ihrem Weg durch die Milchstraße hin zu einer glänzenden Zukunft

Für besonderen Glanz bei der Freisprechungsfeier am 27. März 2026 an der Bayerischen Landesanstalt, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) in Triesdorf sorgte nicht zuletzt das Beisein einer waschechten Milchhoheit, nämlich der Bayerischen Milchprinzessin Verena Wagner. In ihrem launigen Grußwort hob sie vor allem „den Ehrgeiz, die Leidenschaft und Selbstdisziplin“ hervor, die der frischgebackene Berufsnachwuchs in der letzten Zeit bewiesen haben. „Vergesst dieses Herzblut für Euren Beruf nie, auch wenn es mal nicht so läuft!“ appellierte die Milchhoheit. Abschließend warb sie für ihr Amt und ermunterte die Triesdorfer MiLa dazu, „ihren doch eher unbekannten Beruf als Milchprinzessin und -königin oder als Milchprinz und -könig in der Gesellschaft zu repräsentieren!“
„Zweieinhalb Jahre Ausbildung voller Turbulenzen und Lernen lägen hinter den 11 Damen und 4 Herren“, resümierte der Leiter des LVFZ, Uwe Mohr.„All diese Herausforderungen hätten Sie aber nicht davon abgehalten, ihr großes Ziel, die anspruchsvolle Berufsausbildung mit einem spitzenmäßigen Notendurchschnitt von 2,04 abzuschließen“, lobte er aus vollem Herzen.
Laudatoren loben Laboranten

Zahlreiche Ehrengäste waren eingetroffen, um die Leistungen der strahlenden Nachwuchskräfte in Sachen Milchqualität zu würdigen. So gratulierte beispielsweise Susanne Gast als Vorsitzende der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (VET) zu der „mit Stil und großem Durchhaltevermögen geschafften Ausbildung im chemisch-physikalisch-mikrobiologisch-sensorischem Milchuniversum.“ „Bleibt mit Triesdorf verbunden und auch mit der VET!“ so ihr abschließender Wunsch.
Uwe Mohr leitete dann zur Ehrung der Leistungen über. Sebastian Buechler, Laudator vom Staatlichen Berufsschulzentrum Ansbach, die Milchprinzessin und Friedrich Weinmann, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, überreichten die Prüfungsurkunden und Berufsschulzeugnisse an alle frischgebackenen Milchwirtschaftlichen Laboranten und Laborantinnen.
Als beste Absolventin mit der Traumnote 1,19 konnte Laura Weber von der Meggle GmbH Co. KG in Wasserburg am Inn den Förderpreis der muva kempten GmbH entgegennehmen. Dieser Gutschein beinhaltet ein frei wählbares Fortbildungs-Seminar am Kemptener Labor und Dienstleistungszentrum. Im Namen des Landesverbandes Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e.V. (LBM) wurde der Prüfungszweitbeste Franz Xaver Barnsteiner von der Hochland Deutschland GmbH in Schongau für eine ebenfalls sehr gute Leistung mit 1,35 durch Dr. Almut Schöne-Pfann vom LVFZ geehrt. Roland Jank, Geschäftsführer des Milchwirtschaftlichen Vereines Franken e.V. (MVF), zeichnete den drittbeste Absolventen Thilo Müller, Ehrmann GmbH in Oberschönegg, mit einer Note von 1,59 aus.

Alle anwesenden Ehrengäste, alle Mitarbeiter am LVFZ Triesdorf und der gesamte Prüfungsausschuss sowie die große Familie der bayerischen Milchwirtschaft resümierten: „Werden Sie glücklich – einen sehr wichtigen Beitrag haben Sie hierzu bereits mit der Ausbildung geleistet!“
Würdigung des Engagements im Prüfungsausschuss
Als letzter feierlicher Akt vor der wohlverdienten Erfrischung am Buffet stand die Verabschiedung zweier langjähriger und verdienter Prüfer auf dem Programm. Manuela Brunner und Kornel Schaber wurden von Dr. Almut Schöne-Pfann und Uwe Mohr für ihre äußerst engagierte, stets zuverlässige Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss der MiLa geehrt. „Herzlichen Dank, dass Sie so viel Zeit und Herzblut für dieses Ehrenamt im Sinne des Milchwirtschaftlichen Berufsnachwuchses eingesetzt haben“, so die einhellige Laudatio.
Text und Fotos: LVFZ
Milchprodukte mit allen Sinnen beschreiben – so lautete das Motto des eintägigen Sensorik-Workshops 2026, den die muva kempten GmbH und das DLG Testzentrum Lebensmittel auch dieses Jahr wieder speziell für die Studierenden unserer Fachschule durchführte. Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz oder Textur - mit diesem Vokabular lernten die angehenden Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und Labormeister an der Staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen, Produktproben zu beurteilen.
Am 25. Februar 2026 war es wieder so weit: die Studierenden wurden von den Sensorik-Spezialisten in die Welt der Grundgeschmacksarten, Qualitätskriterien und auch Produktfehler eingeführt. Der Genusswert von Milch und Milchprodukten ist für die Behauptung am Markt von wesentlicher Bedeutung. „Verbraucher reagieren immer empfindlicher auf sensorische Fehler“, so die einhellige Aussage der beiden Workshop-Leiter Rebekka Wucher (muva kempten GmbH) und Axel Hufnagl (DLG Testzentrum Lebensmittel). Mit dem erworbenen Expertenwissen können die Seminarteilnehmer künftig bei der sensorischen Beurteilung und Optimierung der Produkte im Molkereibetrieb punkten.
Übung macht den Sensorikmeister
Die Sensorikexperten Rebekka Wucher und Leonie Schönewald (muva kempten GmbH) sowie Axel Hufnagl und Antje Preuß (DLG Testzentrum Lebensmittel) vermittelten den Studierenden in anschaulichen Übungseinheiten die Vielfalt der sensorischen Testverfahren nach DIN ISO wie zum Beispiel die Erkennung der Grundgeschmacksarten, die Rangordnungs- und die Dreiecksprüfung oder optische Farbtests. Olfaktorische Übungen zum Erkennen typischer Aromastoffe rundeten das sensorische Testspektrum ab. Anhand des DLG-5-Punkte-Prüfschemas für eine beschreibende und bewertende Prüfung konnten die Teilnehmer Standardprodukte der weißen und gelben Linie mit fehlerhaften Produkten vergleichen. Die direkte Anwendbarkeit dieser Testverfahren im späteren betrieblichen Alltag der zukünftigen Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und Labormeister stand dabei im Mittelpunkt.
Sensorische Qualifikationstests
Bei den sensorischen Qualifikationstests stellten die Studierenden ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis. Alle Teilnehmer, darunter auch Uwe Mohr, Leiter der am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik in Triesdorf angesiedelten Fachschule für Milchwirtschaftliches Laborwesen waren sich einig: ein toller, lehrreicher Workshop mit vielen Impulsen für eine erfolgreiche Karriere in der Milchwirtschaft.



Dass all dieses Wissen und die erlernten Fertigkeiten zudem viel Freude bereiten, beweist die konzentrierte, aber auch entspannte Körpersprache der zukünftigen Laborprofis.
Ein herzliches Dankeschön an die muva kempten GmbH und das DLG Testzentrum Lebensmittel für die freundliche Unterstützung bei der Planung, Organisation und Umsetzung des Seminars sowie an alle Dozenten für ihr tatkräftiges Engagement hinsichtlich einer praxisnahen Fortbildung im Bereich der Sensorik von Milch und Milchprodukten!
Text: Dr. Michaela Tilgner-Glas, LVFZ für Milchanalytik Triesdorf
Wie schon die Jahrgänge vor ihnen hatte die Klasse 25/26 der Fachschule für Milchanalytik Triesdorf den Wunsch nach einer Jacke mit Logo, um die Zusammengehörigkeit in der Schulfamilie auszudrücken. die angehenden Labormeister wurden von der Sektion Milchwirtschaft der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e. V. (VET) und vom Landesverband Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e.V. (LBM) unterstützt. Diese Jacken sind ein kraftvolles Instrument, um die Corporate Identity in Triesdorf zu stärken und die beiden Vereine sowohl intern als auch extern zu präsentieren. Die Klasse 25/26 sorgt so über viele Jahre für die positive visuelle Sichtbarkeit der Marke VET.
Den Verantwortlichen ein herzliches Dankeschön für die finanzielle Unterstützung.
Text: Rebecca Hofmann, Klassensprecherin

Lernen Sie Julia Janker(Abschluss Triesdorf 2023), heute Privatmolkerei Bechtel und Pascal Spett (Abschluss Triesdorf 2022), heute Bayernland eG Amberg kennen. Sie geben einen Einblick in Ihren Traumjob als MiLA und Milchwirtschaftlicher Labormeister, (Fun) Facts und praktische Tipps zu Berufseinstieg und Karrierechancen.

„Land.Schafft.Bayern“ - Folge 07, ein Podcast des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft und Tourismus über spannende Ausbildungsberufe in seinem Geschäftsbereich. Siehe unter folgendem Link www.stmelf.bayern.de/service/land-schafft-bayern-der-podcast/index.html
-> Lehr, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik Triesdorf hier
-> Fachschule Labormeister*in hier