Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten (MiLa) passieren mit Traumnoten einen Meilenstein auf ihrem Weg durch die Milchstraße hin zu einer glänzenden Zukunft

Für besonderen Glanz bei der Freisprechungsfeier am 27. März 2026 an der Bayerischen Landesanstalt, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) in Triesdorf sorgte nicht zuletzt das Beisein einer waschechten Milchhoheit, nämlich der Bayerischen Milchprinzessin Verena Wagner. In ihrem launigen Grußwort hob sie vor allem „den Ehrgeiz, die Leidenschaft und Selbstdisziplin“ hervor, die der frischgebackene Berufsnachwuchs in der letzten Zeit bewiesen haben. „Vergesst dieses Herzblut für Euren Beruf nie, auch wenn es mal nicht so läuft!“ appellierte die Milchhoheit. Abschließend warb sie für ihr Amt und ermunterte die Triesdorfer MiLa dazu, „ihren doch eher unbekannten Beruf als Milchprinzessin und -königin oder als Milchprinz und -könig in der Gesellschaft zu repräsentieren!“
„Zweieinhalb Jahre Ausbildung voller Turbulenzen und Lernen lägen hinter den 11 Damen und 4 Herren“, resümierte der Leiter des LVFZ, Uwe Mohr.„All diese Herausforderungen hätten Sie aber nicht davon abgehalten, ihr großes Ziel, die anspruchsvolle Berufsausbildung mit einem spitzenmäßigen Notendurchschnitt von 2,04 abzuschließen“, lobte er aus vollem Herzen.
Laudatoren loben Laboranten

Zahlreiche Ehrengäste waren eingetroffen, um die Leistungen der strahlenden Nachwuchskräfte in Sachen Milchqualität zu würdigen. So gratulierte beispielsweise Susanne Gast als Vorsitzende der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (VET) zu der „mit Stil und großem Durchhaltevermögen geschafften Ausbildung im chemisch-physikalisch-mikrobiologisch-sensorischem Milchuniversum.“ „Bleibt mit Triesdorf verbunden und auch mit der VET!“ so ihr abschließender Wunsch.
Uwe Mohr leitete dann zur Ehrung der Leistungen über. Sebastian Buechler, Laudator vom Staatlichen Berufsschulzentrum Ansbach, die Milchprinzessin und Friedrich Weinmann, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, überreichten die Prüfungsurkunden und Berufsschulzeugnisse an alle frischgebackenen Milchwirtschaftlichen Laboranten und Laborantinnen.
Als beste Absolventin mit der Traumnote 1,19 konnte Laura Weber von der Meggle GmbH Co. KG in Wasserburg am Inn den Förderpreis der muva kempten GmbH entgegennehmen. Dieser Gutschein beinhaltet ein frei wählbares Fortbildungs-Seminar am Kemptener Labor und Dienstleistungszentrum. Im Namen des Landesverbandes Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e.V. (LBM) wurde der Prüfungszweitbeste Franz Xaver Barnsteiner von der Hochland Deutschland GmbH in Schongau für eine ebenfalls sehr gute Leistung mit 1,35 durch Dr. Almut Schöne-Pfann vom LVFZ geehrt. Roland Jank, Geschäftsführer des Milchwirtschaftlichen Vereines Franken e.V. (MVF), zeichnete den drittbeste Absolventen Thilo Müller, Ehrmann GmbH in Oberschönegg, mit einer Note von 1,59 aus.

Alle anwesenden Ehrengäste, alle Mitarbeiter am LVFZ Triesdorf und der gesamte Prüfungsausschuss sowie die große Familie der bayerischen Milchwirtschaft resümierten: „Werden Sie glücklich – einen sehr wichtigen Beitrag haben Sie hierzu bereits mit der Ausbildung geleistet!“
Würdigung des Engagements im Prüfungsausschuss
Als letzter feierlicher Akt vor der wohlverdienten Erfrischung am Buffet stand die Verabschiedung zweier langjähriger und verdienter Prüfer auf dem Programm. Manuela Brunner und Kornel Schaber wurden von Dr. Almut Schöne-Pfann und Uwe Mohr für ihre äußerst engagierte, stets zuverlässige Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss der MiLa geehrt. „Herzlichen Dank, dass Sie so viel Zeit und Herzblut für dieses Ehrenamt im Sinne des Milchwirtschaftlichen Berufsnachwuchses eingesetzt haben“, so die einhellige Laudatio.
Text und Fotos: LVFZ
Milchprodukte mit allen Sinnen beschreiben – so lautete das Motto des eintägigen Sensorik-Workshops 2026, den die muva kempten GmbH und das DLG Testzentrum Lebensmittel auch dieses Jahr wieder speziell für die Studierenden unserer Fachschule durchführte. Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz oder Textur - mit diesem Vokabular lernten die angehenden Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und Labormeister an der Staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen, Produktproben zu beurteilen.
Am 25. Februar 2026 war es wieder so weit: die Studierenden wurden von den Sensorik-Spezialisten in die Welt der Grundgeschmacksarten, Qualitätskriterien und auch Produktfehler eingeführt. Der Genusswert von Milch und Milchprodukten ist für die Behauptung am Markt von wesentlicher Bedeutung. „Verbraucher reagieren immer empfindlicher auf sensorische Fehler“, so die einhellige Aussage der beiden Workshop-Leiter Rebekka Wucher (muva kempten GmbH) und Axel Hufnagl (DLG Testzentrum Lebensmittel). Mit dem erworbenen Expertenwissen können die Seminarteilnehmer künftig bei der sensorischen Beurteilung und Optimierung der Produkte im Molkereibetrieb punkten.
Übung macht den Sensorikmeister
Die Sensorikexperten Rebekka Wucher und Leonie Schönewald (muva kempten GmbH) sowie Axel Hufnagl und Antje Preuß (DLG Testzentrum Lebensmittel) vermittelten den Studierenden in anschaulichen Übungseinheiten die Vielfalt der sensorischen Testverfahren nach DIN ISO wie zum Beispiel die Erkennung der Grundgeschmacksarten, die Rangordnungs- und die Dreiecksprüfung oder optische Farbtests. Olfaktorische Übungen zum Erkennen typischer Aromastoffe rundeten das sensorische Testspektrum ab. Anhand des DLG-5-Punkte-Prüfschemas für eine beschreibende und bewertende Prüfung konnten die Teilnehmer Standardprodukte der weißen und gelben Linie mit fehlerhaften Produkten vergleichen. Die direkte Anwendbarkeit dieser Testverfahren im späteren betrieblichen Alltag der zukünftigen Milchwirtschaftlichen Labormeisterinnen und Labormeister stand dabei im Mittelpunkt.
Sensorische Qualifikationstests
Bei den sensorischen Qualifikationstests stellten die Studierenden ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis. Alle Teilnehmer, darunter auch Uwe Mohr, Leiter der am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik in Triesdorf angesiedelten Fachschule für Milchwirtschaftliches Laborwesen waren sich einig: ein toller, lehrreicher Workshop mit vielen Impulsen für eine erfolgreiche Karriere in der Milchwirtschaft.



Dass all dieses Wissen und die erlernten Fertigkeiten zudem viel Freude bereiten, beweist die konzentrierte, aber auch entspannte Körpersprache der zukünftigen Laborprofis.
Ein herzliches Dankeschön an die muva kempten GmbH und das DLG Testzentrum Lebensmittel für die freundliche Unterstützung bei der Planung, Organisation und Umsetzung des Seminars sowie an alle Dozenten für ihr tatkräftiges Engagement hinsichtlich einer praxisnahen Fortbildung im Bereich der Sensorik von Milch und Milchprodukten!
Text: Dr. Michaela Tilgner-Glas, LVFZ für Milchanalytik Triesdorf
Wie schon die Jahrgänge vor ihnen hatte die Klasse 25/26 der Fachschule für Milchanalytik Triesdorf den Wunsch nach einer Jacke mit Logo, um die Zusammengehörigkeit in der Schulfamilie auszudrücken. die angehenden Labormeister wurden von der Sektion Milchwirtschaft der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e. V. (VET) und vom Landesverband Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e.V. (LBM) unterstützt. Diese Jacken sind ein kraftvolles Instrument, um die Corporate Identity in Triesdorf zu stärken und die beiden Vereine sowohl intern als auch extern zu präsentieren. Die Klasse 25/26 sorgt so über viele Jahre für die positive visuelle Sichtbarkeit der Marke VET.
Den Verantwortlichen ein herzliches Dankeschön für die finanzielle Unterstützung.
Text: Rebecca Hofmann, Klassensprecherin

Im Rahmen seines offiziellen Besuchs an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) besuchte der angolanische Landwirtschaftsminister Isaac dos Anjos im Januar 2026 verschiedene Institutionen des Bildungszentrums Triesdorf. Auch eine Stippvisite am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum (LVFZ) für Milchanalytik stand für ihn und eine Delegation des Ministeriums für Landwirtschaft und Forsten Angolas auf dem Programm. Begleitet wurden sie u.a. von Prof. Dr. Ralf Schlauderer von der HSWT.


LVFZ-Leiter Uwe Mohr präsentierte der Delegation die wichtigsten Informationen rund um das LVFZ für Milchanalytik und der angegliederten Staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen und stand für Fragen zur Verfügung. Besonders viele Fragen tauchten zur Struktur, Organisation und Finanzierung der Überbetrieblichen Ausbildung und der Fachschule auf, da sich die Delegation sichtlich überrascht über unser einzigartiges System der beruflichen Bildung zeigte. Das Ziel des Besuchs, mögliche Perspektiven zur Weiterentwicklung des angolanischen Agrar- und Lebensmittelsektors aufzuzeigen, konnte so am LVFZ für Milchanalytik eindrucksvoll verwirklicht werden.
Text: LVFZ für Milchanalytik, Triesdorf
Christoph Posch, Salzburg
Seminarreihe der Sektion Milchwirtschaft der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V.
Vom Milchwirtschaftlichen Labormeister zur Personalentwicklung – berufliche Wege und Chancen durch die Fachschule für Milchanalytik Triesdorf

Im Rahmen eines Online-Seminarabends gab Christoph Posch, Absolvent der Fachschule für Milchanalytik am LVFZ Triesdorf, den aktuellen Studierenden einen praxisnahen Einblick in seinen beruflichen Werdegang sowie in die vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Meisterabschluss.
Christoph Posch gab zunächst einen Einblick in seinen Einstieg in die Milchwirtschaft. Nach seiner Lehre zum Milchtechnologen – den Beruf „milchwirtschaftlicher Laborant" gibt es in Österreich nicht - begann er seine berufliche Tätigkeit in der Produktion der SalzburgMilch, wo er mehrere Jahre praktische Erfahrung in der Herstellung von Frischkäse und Topfen sammelte. Der anschließende Wechsel ins Labor sowie die Weiterbildung zum Milchwirtschaftlichen Labormeister an der Fachschule für Milchanalytik Triesdorf (Abschluss 2014) stellten für ihn einen entscheidenden Wendepunkt im Berufsleben dar.
Triesdorf sei für ihn nicht nur fachlich, sondern insbesondere auch persönlich ein bedeutendes Sprungbrett gewesen. Neben vertieften Kenntnissen in Analytik, Qualitätssicherung und Prozessverständnis habe ihn vor allem die Persönlichkeitsentwicklung während dieser Zeit geprägt und die Grundlage für weitere Karriereschritte geschaffen.
Nach dem Abschluss kehrte Posch zur SalzburgMilch zurück und entwickelte sich vom Laboranten weiter in leitende Funktionen als Laborleiter. In den folgenden Jahren verlagerte sich sein beruflicher Schwerpunkt zunehmend in Richtung Personal- und Organisationsentwicklung. Durch zusätzliche Ausbildungen zum systemischen Coach, diplomierten Lebens- und Sozialberater sowie in systemischer Supervision erkannte er, dass seine Stärken besonders im Zusammenspiel von Fachlichkeit, Kommunikation und der Entwicklung von Menschen und Organisationen liegen.
Heute ist Christoph Posch als Personalentwickler, Lehrlingsbeauftragter und Betriebsrat bei der SalzburgMilch tätig. In seinem Vortrag betonte er, dass gerade die Kombination aus fundierter milchwirtschaftlicher Ausbildung und systemischem HR-Know-how einen großen Mehrwert darstellt. Sie ermögliche es, Schulungs- und Entwicklungskonzepte mit einem ganzheitlichen Blick auf Produktion, Labor, QM/QS und gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf den beruflichen Möglichkeiten in österreichischen Molkereibetrieben. Posch stellte zentrale Rahmenbedingungen vor, verglich Kollektivverträge in Deutschland und Österreich und zeigte anhand konkreter Beispiele auf, wie sich Einstufungen, Gehälter und Entwicklungsperspektiven für Labormeister darstellen können. Besonders hob er hervor, dass viele Führungs- und Schlüsselpositionen nicht über klassische Stellenausschreibungen vergeben werden, sondern über Netzwerke wie der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (VET), interne Entwicklungen oder Initiativbewerbungen entstehen.
Sein zentraler Rat an die Studierenden lautete daher, sich frühzeitig mit potenziellen Arbeitgebern auseinanderzusetzen, Unternehmensgrößen und -kulturen zu reflektieren und den Mut zu haben, aktiv Kontakt aufzunehmen. Der Meisterabschluss eröffne viele Türen – entscheidend sei jedoch, das eigene „Warum“ zu kennen und den beruflichen Weg bewusst zu gestalten.
Der Vortrag bot den Studierenden nicht nur wertvolle fachliche Informationen, sondern auch eine ehrliche und motivierende Perspektive auf berufliche Entwicklungen jenseits klassischer Karrierepfade und verdeutlichte eindrucksvoll die Vielfalt an Möglichkeiten, die sich mit einer Fortbildung an der Fachschule für Milchanalytik eröffnen.
Foto: privat, Text: LVFZ

Die vom Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik in Triesdorf (LVFZ) am 06.11.2025 veranstaltete Ausbildertagung war ein voller Erfolg. Überdurchschnittlich viele Anmeldungen und zahlreiche vorab eingereichte Fragen oder Wünsche der rund 50 angereisten Ausbilderinnen und Ausbilder verdeutlichten das große Interesse an dieser „meet and discuss“-Gelegenheit.

Zu Beginn stellte Uwe Mohr stellte sich selbst vor – damit auch alle den seit August 2024 neu im Amt befindlichen Schulleiter persönlich und beruflich kennenlernen konnten. Im Weiteren präsentierte er dem Plenum aktuelle Informationen zur Ausbildungssituation am LVFZ. Eindringlich schilderte er, wie die hohen Ausbildungszahlen bei den Milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Laboranten, aktuell 57 allein im ersten Ausbildungsjahr, das LVFZ personell und organisatorisch vor Herausforderungen stellt. „Besonders die Schere bei den Leistungen und dem Verhalten der Auszubildenden bedeutet einen signifikanten Mehraufwand, um die Ausbildungsinhalte für alle versteh- und lernbar zu gestalten sowie die sozialen Interaktionen positiv zu beeinflussen“, so sein Fazit. „Den drei Partnern Betriebe, Berufsschule und Überbetriebliche Ausbildung gelänge es aber überdurchschnittlich gut, gemeinsam mit den Nachwuchskräften in Sachen Milchanalytik das Ausbildungsziel zu erreichen“, fügte Uwe Mohr lobend an.
Im Anschluss wurden wichtige Informationen rund um die Ausbildungsinhalte vermittelt und der Ausbildungsnachweis thematisiert. Die digitale Umsetzung des früheren Berichtsheftes stand als nächstes auf dem Programm. Im Ausbildungsberuf zum Milchwirtschaftlichen Laboranten ist diese zeitgemäße Version schon seit 2019 am Start und wird derzeit von rund 20 % der Betriebe genutzt.
Der Nachmittag verlief ganz im Zeichen des Austausches: Moderatoren des LVFZ luden im World Café zur Diskussion der Fächer Chemie, Physik, Mikrobiologie, Sensorik und Technologie ein. Ein Tisch befasste sich darüber hinaus mit dem Ausbildungsnachweis sowie Lernproblemen und Prüfungen. Da jede Gruppe zu jedem Thementisch rotierte und alle Anmerkungen, Wünsche etc. dokumentiert wurden, entstand für die anschließende Präsentation durch die Moderatoren eine vielfältige Übersicht, was derzeit in der Ausbildung gut läuft, beziehungsweise wo noch Anlass zur Verbesserung besteht. Diese kreative Moderationsmethode verhalf dem Nachmittag zu einem sehr lebhaften Austausch.
Im Anschluss informierte Sebastian Büchler vom Staatlichen Beruflichen
Schulzentrum Ansbach-Triesdorf über die aktuelle Situation in der Berufsschule. Hierbei griff er auch Impulse und Fragen der Ausbilder auf und bot eine Führung durch die Labore der Berufsschule an. Diese konnten interessierte Ausbilder natürlich auch am LVFZ in Anspruch nehmen.
Ziel der Ausbildertagung war es, neben der aktuellen Information auch Themen zu behandeln, die für die praktische Arbeit der Ausbilder interessant sind. Dass dies gelungen ist, ist aus der Evaluierung im Nachgang der Veranstaltung ersichtlich. Das durchwegs positive Feedback zeigt auf, dass wichtige Impulse in den Berufsalltag mitgenommen werden konnten und bereits für 2026 eine erneute Ausbildertagung am LVFZ für Milchanalytik einhellig gewünscht wird.
Text und Fotos: LVFZ
Im Rahmen des 4. Sektionstreffen Milchwirtschaft am 19. Oktober 2025 ging es in diesem Jahr nach Nördlingen. Eines vorweg, die mit 2,7 km rundum vollständig begehbare Stadtmauer sind wir nicht gelaufen. Stattdessen startete unser Rundgang durch die historische Altstadt am Touristeninfozentrum, direkt vor dem historischen Rathaus, mit unserem Gästeführer Martin Eßmann.
Die geschichtliche Bedeutung der freien Reichstadt Nördlingen im 15. Jahrhundert als eine der bedeutendsten Fernhandelsmessestädte neben Frankfurt und Leipzig mit bis zu 2.000 Händlern an Messetagen, den daraus resultieren Wohlstand und Selbstbewusstsein seiner Bürger, sieht man noch heute an den vielen prachtvollen Baudenkmälern und Kunstschätzen.
Sehr beeindruckend ist das historische Gerberviertel, welche zu den größten in Deutschland zählt und deren Gebäude mit Wohnung und Werkstatt liebevoll restauriert wurden. Durchflossen von der Eger trugen die über 150 Gerber im Gerberviertel zu Spitzenzeiten wesentlich zum Wohlstand der Stadt bei.

Die Führung durch die Altstadt endete im RiesKraterMuseum, untergebracht in einem über 500 Jahre alten Scheunengebäude, durch welches uns Hans Bergdolt, Geoparkführer, mit vielen Informationen einführte und führte. So wurde bis in die 1960er Jahre angenommen, das Nördlinger Ries sei ein erloschener Vulkan. Erst mit der Vorbereitung auf die Apollo-Mondmission der NASA im Nördlicher Ries in den 1960er Jahren konnte wissenschaftlich belegt werden, dass das Nördlinger Ries auf einen Asteroiden mit 1 km Durchmesser zurückzuführen ist. Der nahezu kreisrunde Einschlagskrater zählt mit einem Durchmesser von 25 km zu den besterhaltenen Kratern dieser Größe.
Die sehr interessanten Exponate im Museum und die informativen Ausführungen hierzu von Hans Bergdolt haben unsere Einkehr im „Gasthof Goldener Schlüssel“ etwas verzögert, dafür waren unser Appetit umso größer und die Gespräche entsprechend intensiver. Und vielleicht hat nach Abschluss der Veranstaltung einer der Teilnehmer, frisch gestärkt, noch die 2,7 km auf der Standmauer beschritten …
Vorankündigung:
Im Oktober 2026 findet unsere 5. Sektionsveranstaltung Milchwirtschaft in Schwabach, das europäische Zentrum der Blattgoldherstellung, statt. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme.
Roland Jank
Sektionssprecher Milchwirtschaft
Text und Foto: Roland Jank
Am 15. September begann die Überbetriebliche Ausbildung der Milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Laboranten des ersten Ausbildungsjahres an der Bayerischen Landesanstalt, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) in Triesdorf. Eine relativ hohe Zahl von 57 Auszubildenden geht diese am Arbeitsmarkt stark nachgefragte berufliche Ausbildung an. Trotz der leichten Abnahme um 7 Auszubildende im Vergleich zu 2024 ein erfreuliches Niveau!

Bei den Studierenden an der am LVFZ angegliederten Staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen ist das Klassenzimmer mit 14 Fortbildungswilligen lernfreundlich besetzt. Diese fanden sich am 16. September ein, um die umfassenden Möglichkeiten zur Entwicklung der beruflichen sowie persönlichen Kompetenzen sowie zur Erlangung der fachlichen Ausbildereignung zu nutzen. Ein erfolgreiches Bestehen dieser deutschlandweit einzigartigen Fortbildung inklusive Meisterprüfung bedeutet für die ebenfalls intensiv am Arbeitsmarkt umworbenen Nachwuchskräfte, die höchste Stufe der beruflichen Bildung zu erlangen. Gleich drei Titel dürfen dann im Lebenslauf aufgeführt werden: Abschluss als Meister, als Staatlich geprüfter Wirtschafter und als Bachelor Professional im Milchwirtschaftlichen Laborwesen.
Highlight zum Start in das Fachschuljahr
Viele spannende Einblicke in die eigene Persönlichkeit, aber auch in die der Klassenkameraden bot dann am 22. September das Teambuildingseminar, welches durch die freundliche finanzielle Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus ermöglicht wird. Die angehenden Meisterinnen und Meister lernten sich als Individuum und Bestandteil der Gruppe zusammen mit Trainerin Anett Weber-Pöpsel von der Steinbeis Beratung GmbH, in verschiedenen Teambuildingaktivitäten besser kennen.
Aktivitäten in der Gruppe, wie das Nummernspiel, oder der Erfahrungsaustausch in Kleingruppen brachten den Teilnehmern die Erkenntnis, dass eine Gruppe nur durch zielgerichtete Mitarbeit aller Mitglieder erfolgreich sein und ihre eigenen Erwartungen an sich übertreffen kann.
Save the information!
Die Fachschule wird auch im Frühjahr 2026 wieder eine Online-Informationsveranstaltung für das kommende Schuljahr 2026/27 anbieten. Der genaue Termin mit Programm wird unter anderem auf unserer Homepage veröffentlicht. Hier finden Sie auch weitere Informationen rund um die Fortbildung und unsere Fachschule.
Interessierte an der Fortbildung zum Milchwirtschaftlichen Labormeister sind herzlich eingeladen, sich auf unserer Homepage zu informieren!
Am 10. September 2025 war es wieder so weit – das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum (LVFZ) für Milchanalytik in Triesdorf begrüßte 15 Mitarbeiter verschiedener bayerischer Molkereien zum zweitägigen Milchwirtschaftlichen Laborgrundlagenseminar „Basisqualifikationen zur Prozessbegleitung“ des Landesverbandes Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e.V. (LBM).
Simon Gutensohn, Geschäftsführer des LBM e.V., begrüßte die Teilnehmer aus unterschiedlichen Funktionsbereichen mit Informationen rund um seinen für die Milchbranche und deren Beschäftigte so wichtigen Berufsverband. Lehrkräfte des LFVZ vermittelten dann in aller Kürze theoretische Grundlagen zur chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Analytik von Milch und Milchprodukten sowie Fakten zum Aus- und Fortbildungszentrum LVFZ für Milchanalytik. Veranschaulicht, intensiviert und teils selbst eingeübt konnten ausgewählte Analyseverfahren dann unter fachkundiger Anleitung in den Laboren. Erfahrene Mitarbeiter des LVFZ halfen beim Handling von fragilen Glaswaren in der Chemie, bei der Auswertung einer physikalischen Messung mittels spezieller Software oder bei der Beschreibung von Koloniewachstum auf verschiedenen Nährböden in der Mikrobiologie.


Ziel des alljährlichen Grundlagenseminars ist es, den Teilnehmer einen Einblick in die vielfältige Welt der milchwirtschaftlichen Analytik und deren eminente Bedeutung hinsichtlich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz sowie Produktqualität zu geben. Seit vielen Jahren besteht diese erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem LBM e.V. und dem LVFZ. Ein kurzweiliges, äußerst interessantes Seminar, so der einhellige Tenor der Teilnehmer!
Fotos: LVFZ Triesdorf / Text: Dr. Michaela Tilgner-Glas
Beim Triesdorfer Johannitag informierte sich Ministerpräsident Markus Söder mit zahlreichen Ehrengästen über die Weiterentwicklung der Milchwirtschaft in Triesdorf.

Der Milchwirtschaftliche Verein Franken e.V. projektiert für das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik Triesdorf einer Einrichtung der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) einen Laborneubau mit Lehre und Verwaltung.
Geplant ist ein Leuchtturmprojekt für die überbetriebliche Aus- und Fortbildung im Milchlaborbereich auf ca. 3.000 qm aufgeteilt auf vier Stockwerke mit modernsten Labor- und Lernräumen inkl. praxisnaher Geräteausstattung zur Analytik der Rohmilch und der daraus erzeugten Molkereiprodukte. Mit dem Neubau des Labors soll die Aus- und Fortbildung im Beruf des Milchwirtschaftlichen Laboranten und Laborantin (MiLa) am Standort Triesdorf und für ganz Bayern gestärkt und zukunftsfest ausgerichtet werden. Dieser Neubau ist natürlich auch eine große finanzielle Herausforderung. Die Planungen sind bereits weit fortgeschritten, der Baubeginn soll im ersten Quartal 2026 erfolgen.

Lernen Sie Julia Janker(Abschluss Triesdorf 2023), heute Privatmolkerei Bechtel und Pascal Spett (Abschluss Triesdorf 2022), heute Bayernland eG Amberg kennen. Sie geben einen Einblick in Ihren Traumjob als MiLA und Milchwirtschaftlicher Labormeister, (Fun) Facts und praktische Tipps zu Berufseinstieg und Karrierechancen.

„Land.Schafft.Bayern“ - Folge 07, ein Podcast des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft und Tourismus über spannende Ausbildungsberufe in seinem Geschäftsbereich. Siehe unter folgendem Link www.stmelf.bayern.de/service/land-schafft-bayern-der-podcast/index.html
-> Lehr, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik Triesdorf hier
-> Fachschule Labormeister*in hier