Milchwirtschaft
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Neue Milchhoheiten: Bayerische Milchkönigin gekrönt

Mai 2022, Triesdorf/Weidenbach – Die bayerischen Milchhoheiten für die Jahre2022/23 sind gewählt: Veronika Gschoßmann (23) aus Kühbach (Lkr. Aichach-Friedberg) im Regierungsbezirk Schwaben konnte die Jury und das Publikum am besten überzeugen. Die bayerische Milchprinzessin, Philomena Mögele aus Bobingen (Lkr. Augsburg) im Regierungsbezirk Schwaben, wird die Milchkönigin während ihrer Amtszeit tatkräftig unterstützen.
Mit Leidenschaft, Kompetenz und Charme werden die frischgewählten Hoheiten in den nächsten beiden Jahren die bayerische Milchwirtschaft bei Messen, Presseterminen sowie Fach- und Verbraucherveranstaltungen im In- und Ausland vertreten und für Milcherzeugnisse aus Bayern werben. Die beiden Milchbotschafterinnen repräsentieren im Auftrag des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) und von milch.bayern die bayerische Milchwirtschaft als wichtigsten und umsatzstärksten Produktionszweig der Ernährungswirtschaft in Bayern.

vorne von links: Bayerische Milchkönigin Veronika Gschoßmann und Bayerische Milchprinzessin Philomena Mögele
hinten von links: Sektionssprecher Milchwirtschaft Roland Jank und VET-Vorsitzende Susanne Gast
Foto: VMB_Michael Kayser

Bereits am 03. Mai 2022 stellten sich die 8 Finalistinnen in Triesdorf, Standort des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums für Milchanalytik sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, den Fragen der Jury. Diese achtete besonders darauf, dass die Kandidatinnen über ein fundiertes Fachwissen zur Milcherzeugung und -verarbeitung verfügen, und sicher und sympathisch auftreten. Am Ende überzeugten zwei Bewerberinnen besonders: Die 23-jährige Veronika Gschoßmann wurde nun am
04. Mai 2022 offiziell zur neuen Milchkönigin gekrönt. Sie kommt aus Kühbach, stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und ist ausgebildete Groß- und Außenhandelskauffrau. Die neue Milchkönigin wird unterstützt von der 20-jährigen Milchprinzessin Philomena Mögele aus Bobingen, die an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ihr duales Studium für Landwirtschaft absolviert.

Über den Verband der Bayerischen Milcherzeuger e.V.
Der VMB (Verband der Milcherzeuger Bayern e.V.) vertritt als berufsständische Vertretung der Milcherzeuger in Bayern die marktpolitischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Belange der bayerischen Milchbauern. Er unterstützt die Milcherzeuger mit Informationen und Beratung, v.a. in den Bereichen Milchmarkt, Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit, fördert den Absatz von Milch und Milcherzeugnissen und steht den staatlichen Organen und der Wirtschaft als sachverständigende Stelle zur Verfügung.

Über milch.bayern e.V.
milch.bayern wurde im Mai 2017 auf Initiative der bayerischen Molkereien gegründet. Er ist der freiwillige Zusammenschluss der bayerischen Milch- und Molkereibranche und unter dem gemeinsamen Dach haben die Mitglieder wichtige Kompetenzen gebündelt, um zentrale Auf-gaben der bayerischen Milchwirtschaft zu bearbeiten. Das Aufgabenspektrum des milch.bayern ist vielfältig und orientiert sich an den Bedürfnissen der bayerischen Milchwirtschaft sowie ihren Partnern. Die Mitglieder des milch.bayern e.V. verarbeiten rund 90 % der in Bayern erzeugten Milch.

Quelle: VBM


Endlich wieder auf Exkursion...

18 angehende Milchwirtschaftliche Labormeister/-innen erweitern betriebswirtschaftlichen Horizont und erleben Käsegenuss vom Feinsten im Allgäu

Hochland Foto: Katharina Baumgartner

„Total Productive Management“ im Lehrsaal ist eher zäh als produktiv erhellend. Deutlich besser ist der Erkenntnisgewinn vor Ort vom Fachmann, wie vom TPM Manager der Hochland Deutschland GmbH Martin Stephan (im Gruppenbild ganz rechts). Im Werk Heimenkirch näherten wir angehende Labormeisterinnen und -meister uns dem Shopfloor Management und der Umsetzung von ganzheitlichen Veränderungsprozessen in der laufenden Produktion sozusagen live und unplugged an. Denn nicht für die Schule, sondern für die Umsetzung im Betrieb lernt man an der Fachschule. Deshalb blieben auch kritische Fragen nicht aus. Und es stellt sich heraus – eine derartige Lean Unternehmenskultur bekommt man nicht geschenkt, es braucht Vorgesetzte, die als Vorbild dafür brennen und einen langen Atem.

Der Abend war dann dem Rohmilchweichkäse gewidmet. In der Genuss-Käserei „Hoimat“ in Eschach gaben Basti, Lisa & Philipp Einblicke in das handwerkliche Käsen. Hefen bekommen einen Wachstumsvorsprung, die Kultur französischen Ursprungs wird mesophil hochgepäppelt und der Weißschimmel des Camemberts durch eine Schachtel vorm „Verdrucken“ bewahrt – „des bitzelt dann auf der Zung“. Es soll auch nicht verheimlicht werden, dass in der Sommelier-Käseschulung jeder Käs seinen passenden Weinpartner fand. Heimeliges Ambiente, die Qualität der präsentierten Produkte und das Engagement der drei Unternehmensgründer machten den Abend zum wahren Genuss.

Abends in der Hoimat Foto: Katharina Baumgartner


Übernachtet wurde im Wohnheim des Milchwirtschaftlichen Verein Bayerns in Kempten. Im Anschluss an das viel zu frühe Frühstück folgte die Besichtigung des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft. Die Aus- und Fortbildungsstätte verfügt über eine Pilotmolkerei, die vom UHT Erhitzer über eine Becherabfüllmaschine bis hin zu Koagulator und Sprühturm den gesamten Mopro-/Käsebereich für die Ausbildung abdeckt. Nach einem Weißwurst-/ Käsefrühschoppen ging es dann zurück nach Triesdorf.

Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren, dem Landesverband Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler (LBM) , beim Milchwirtschaftlichen Verein Bayern, bei der Sektion Milchwirtschaft der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (VET) und beim Milchwirtschaftlichen Verein Franken.

Text: Klasse 2021/22, Fachschule für milchwirtschaftliches Laborwesen, Triesdorf


Besuch bei Triesdorfs Next Top Cows

Optimale Haltungsbedingungen bei Milchkühen - passend zur aktuellen Diskussion über Tierwohl - konnten die Studierenden unserer Fachschule beim Besuch im Milchgewinnungszentrum der LLA Triesdorf- bestaunen.

Nicht nur die Tatsache, dass die ersehnten Osterferien vor der Tür standen, zauberte uns 18 Studierenden der Staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik in Triesdorf sowie unseren Begleiterinnen Marie-Christin Gasche und Dr. Michaela Tilgner am 08. April 2022 ein - wegen der Maske - unsichtbares Lächeln ins Gesicht.

Tiernachwuchs ganz nah

Der Ausflug zum nahegelegenen Milchgewinnungszentrum der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf unter der Führung von Melklehrer Andreas Probst erheiterte unsere Gem?ter nicht zuletzt durch intensiven Kontakt mit dem Tiernachwuchs .

Vom Futtertisch zum Melkstand

Pulsatorstörungen, Dippen zur Vorbeugung von Mastitiden, Kolostrummanagement - so mancher Fachbegriff im Unterrichtsfach „Milcherzeugung” klingt für einen Studierenden aus dem Bereich der nachgelagerten Milchverarbeitung doch etwas fremd. Doch seit unserem Besuch beim Milchgewinnungszentrum ist uns die Vielfalt der für eine optimale Rohmilchqualität relevanten Faktoren eindrucksvoll bewusst geworden. Tierspezialist Andreas Probst führte uns vom Melkstand über den Futtertisch bis zum Highlight der Exkursion, dem Kälberbereich.

Geduldig ging der Profi auf unsere zahlreichen Fragen ein. Dafür ein herzliches Dankeschön und auch danke dafür, dass er uns die optimalen Haltungsbedingungen der Triesdorfs Next Top Cows und weitere Einflüsse für eine spitzen Rohmilchqualität so anschaulich nähergebracht hat!

Text und Foto: LVFZ


LVFZ f?r Milchanalytik Triesdorf

-> Verabschiedung Absolventen - Mehr dazu hier

-> Lehr, Versuchs- und Fachzentrum f?r Milchanalytik Triesdorf hier


Fachschule

-> ? Fachschule Labormeister*in hier


Milchwirtschaftliche/r Labormeister/in - vielseitig einsetzbar

Unter Moderation der Sektion Milchwirtschaft der VET fand am 10. Februar 2022 ein Onlineseminar zum Berufseinstieg exklusiv f?r die Studierenden der Fachschule f?r Milchwirtschaftliches Laborwesen statt.

Referentin war die Milchwirtschaftliche Labormeisterin Rebecca P?schl, die 2019 ihre Pr?fungen in Triesdorf erfolgreich abschloss. Nach beruflichen Stationen in der Pharmaindustrie und im Qualit?tsmanagement ist sie heute als Leiterin der Qualit?tssicherung eines internationalen Weichk?seherstellers t?tig. Frau P?schl ging zun?chst auf die Unterschiede zwischen den Arbeitswelten in der Milchwirtschaft und der Pharmazie ein. Sie stellte dabei heraus, dass man mit der Ausbildung als Labormeisterin in beiden Bereichen erfolgreich t?tig sein kann. Sehr offen sprach sie ?ber ihre Erfahrungen bei ihren Bewerbungsgespr?chen und als ?Anf?nger? in den jeweiligen Unternehmen. Von Seiten der Fachsch?ler wurden Fragen zu Einstiegsgeh?ltern, Probleme beim Berufseinstieg und ihren jeweiligen beruflichen Aufgaben gestellt. Aufgrund der M?glichkeit im ?kleinen Kreis? zu diskutieren und authentische Informationen zu erhalten, wurde die Veranstaltung von den Studierenden mit ?sehr gut? bewertet.

Eine zweite Veranstaltung zum selben Thema hat am 25. Februar 2022 mit dem gleichen Teilnehmerkreis stattgefunden.

Der Vortragende ist der Milchwirtschaftliche Labormeister Lukas L??lein, der im Jahr 2015 seine Fortbildung in Triesdorf erfolgreich abschloss. Er war bisher im Qualit?tsmanagement im Bereich Fruchtzubereitungen und als stellvertretender Laborleiter eines Auftragslabors t?tig. Heute ist er Quality Assurance Manager eines Unternehmens mit den Schwerpunkten Medizintechnik und Pharma.

Fotos: privat - Text: Dr. Thomas Kaltenecker, Roland Jank (Sektionssprecher)


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